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Name: Berbice
Laser-Cut Kartonbausatz enthält:
Das Wort „Klipper" kommt wahrscheinlich vom englischen Slangwort „clipping the waves"- die Wellen schneiden oder „to clip"- sich schnell bewegen. Mit dem Wort wurden anfangs kleine einmastige Schiffe genannt, die durch Fischer und Piloten in Pennsylvanien, Neuengland und der Chesapeake Bay - englische Kolonien in Nordamerika - genutzt wurden. Den größten Ruhm erlangten die Schiffbauer aus Baltimore, die man auch als die Schöpfer der Klipper benennt. Sie bauten einmastige Schalkupen, Fischkutter, zweimastige Schoner, Briggs und Brigantinen.
Die außergewöhnlich schnittigen Schiffslinien ermöglichten, dass die Schiffe hohe Geschwindigkeiten erreichten, was in jenen Zeiten von besonders großer Bedeutung war. Die Besitzer und Kapitäne der Klipper waren oft Kauflaute und Seeräuber. Gleichzeitig beschäftigten sie sich mit Schmuggel, Sklavenhandel und Seeräuberei. Sie nahmen teil an den Plünderungen der Städte in den spanischen Kolonien und am Brechen britischer Blockaden an der amerikanischen Küste nach der Bekanntmachung der Unabhängigkeitsdeklaration durch 13 rebellierende Staaten am 4.VII.1776.
Im XIX Jahrhundert wurden anhand von theoretischen Konstruktionsplänen große Ozeantransportschiffe gebaut, die auch im Stande waren hohe Geschwindigkeiten zu erzielen. Einsatzgebiet der Klipper war auch der Transport von Tee aus China und Indien. Aus dem Grunde wurden sie auch „Teeklipper" genannt. Der erste Klipper „Rainbow" wurde nach dem Entwurf von John W. Griffiths gebaut. Er war 750 BRT groß und wurde 1854 in New York vom Stapel gelassen. Berbice ist ein zweimastiger Ranschoner und ein klassischer Baltimoreklipper. Er verfügte über Gaffelsegel und seine schnittigen Schiffslinien ermöglichten ihm, hohe Geschwindigkeiten zu erzielten. Er wurde mit 8 Vier - Pfund - Kanonen, 8 Dreiviertel-Falkoneten und kleinkalibrigem Geschoss ausgerüstet. Den anderen Handels- und Transportschiffen gegenüber sorgte er für Furcht. Gebaut wurde er 1780 und im Jahre 1782 oder 1783 durch die britische Royal Navy gekauft. Nach ca.12 Jahren der Seedienst wurde er an den Ufern von San Domingo schiffbrüchig. Betonenswert ist die Information, dass es bis heute im Archiv von Massachusetts ein Seeräuberschreiben, ausgestellt durch amerikanische Behörden, zu sehen ist, der den Polen Feliks Miklaszewski bevollmächtigt, britische Schiffe und deren Güter einzunehmen und zu beschlagnahmen. Feliks Miklaszewicz war Kapitän und Komendant eines zweimastigen Schoners „Prince Radziwiłł", der mit sechs kleinkalibrigen Kanonen und zwei Mörsern ausgerüstet war. Daraus ist zu schließen, dass das Miklaszewiczsche Schiff mit der Berbice fast identisch war. Die Stadt wurde 1729 gegründet und nach dem Baron Baltimore dem damaligen Provinzgouverneur benannt. Mitte des XVIII Jhds. bauten die Hafenarbeiter viele kleine ein- und zweimastige Schiffe.